Olli Dittrich

Oliver Michael „Olli“ Dittrich (* 20. November 1956 in Offenbach am Main) ist ein deutscher Schauspieler, Komiker, Komponist und Musiker. Bekannt sind seine vielfach prämierten Parodien prominenter Persönlichkeiten und Darstellungen von Kunstfiguren. Einem breiten Publikum wurde Dittrich durch die Comedy-Sendung RTL Samstag Nacht bekannt, deren Ensemble er von 1993 bis 1998 angehörte. Popularität erlangte er dort vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Wigald Boning in der mit dem Adolf-Grimme-Preis 1995 ausgezeichneten Interview-Persiflage Zwei Stühle – eine Meinung sowie als musikalisches Nonsens-Duo Die Doofen, das mit der Single Mief! (Nimm mich jetzt, auch wenn ich stinke!) und dem Album Lieder, die die Welt nicht braucht im Jahr 1995 die Spitze der Charts erreichte und alle wichtigen deutschen Musik- und Medienpreise erhielt.

Mit Olli, Tiere, Sensationen und Blind Date präsentierte Dittrich zu Beginn der 2000er Jahre seine ersten eigenen Sendereihen. Anhaltenden Erfolg verzeichnete er mit dem Improvisationskammerspiel Dittsche, das von 2004 bis 2021 im WDR Fernsehen ausgestrahlt wurde. Die gleichnamige Figur eines arbeitslosen, biertrinkenden Imbissbuden-Philosophen aus Hamburg, der in seinem Bademantel über das Leben und die Welt schwadroniert, entwickelte sich zu seiner bekanntesten Figur. Seit den 2010er Jahren produziert er zudem jedes Jahr eine Mockumentary, die um Weihnachten in der ARD ausgestrahlt wird.

  1. Holger Gertz: Sendung „Frust“ von Olli Dittrich: Falsches Polarzebra. In: sueddeutsche.de. 19. Dezember 2019, abgerufen am 11. September 2020.
  2. Olli Dittrich über seine Neurosen (Memento vom 14. Juli 2012 im Internet Archive). N24.de, 17. März 2011, abgerufen am 28. Dezember 2011.
  3. Olli Dittrich. (Memento vom 12. Mai 2014 im Internet Archive) In: Berliner Zeitung, abgerufen am 28. Dezember 2011.
  4. Die Dittsche-Autobiografie: Das wirklich wahre Leben. In: Hamburger Abendblatt, 17. März 2011, abgerufen am 28. Dezember 2011.
  5. Persiflage von Olli Dittrich auf Angela Merkel: „Der Zahlemann-Report“ (Memento vom 29. Dezember 2021 im Internet Archive) Artikel auf SWR.de am 28. 12. 2021, Version vom Tage darauf im Internet Archive.