Olympische Sommerspiele 1988/Rudern – Zweier mit Steuermann
| Sportart | Rudern | ||||||||
| Disziplin | Zweier mit Steuermann | ||||||||
| Geschlecht | Männer | ||||||||
| Teilnehmer | 42 Athleten aus 14 Ländern | ||||||||
| Wettkampfort | Misari Regatta in Hanam | ||||||||
| Wettkampfphase | 20. bis 25. September 1988 | ||||||||
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Der Ruderwettbewerb im Zweier mit Steuermann der Männer bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul wurde vom 20. bis zum 25. September 1988 auf der Misari Regatta Strecke in Hanam ausgetragen. 42 Athleten in 14 Booten traten an.
Der Wettbewerb, der über die olympische Ruderdistanz von 2000 Metern ausgetragen wurde, begann mit drei Vorläufen mit jeweils fünf oder vier Mannschaften. Die jeweils erst-, zweit- und drittplatzierten Boote der Vorläufe qualifizierten sich für das Halbfinale A/B, während die verbleibenden fünf Boote in den Hoffnungslauf gingen. Im Hoffnungslauf qualifizierte sich das erst-, zweit- und drittplatzierte Boot ebenfalls für das Halbfinale A/B, während die verbliebenen zwei Boote aus dem Wettbewerb ausschieden.
In den beiden Halbfinalläufen A/B qualifizierten sich die ersten drei Boote für das A-Finale, die Plätze 4 bis 6 qualifizierten sich für das B-Finale zur Ermittlung der Plätze 7 bis 12. Im A-Finale am 25. September 1988 kämpften die besten sechs Boote um olympische Medaillen.
Die jeweils qualifizierten Ruderer sind hellgrün unterlegt.
Alle 12 Medaillen bei den letzten drei Weltmeisterschaften gingen an vier Nationen. Größter Favorit waren die amtierenden Weltmeister Carmine Abbagnale, Giuseppe Abbagnale und Giuseppe Di Capua aus Italien, die in Los Angeles auch schon die Goldmedaille in dieser Bootsklasse gewinnen konnten. Dazu kommen die Briten Andrew Holmes, Steven Redgrave und Patrick Sweeney, die bei der Weltmeisterschaft 1986 den Titel gewinnen konnten. Holmes und Redgrave traten zusätzlich auch im Wettbewerb des Zweier ohne Steuermann an. Dazu kommen die Silbermedaillengewinner aus Los Angeles Dimitrie Popescu, Vasile Tomoiagă und Ladislau Lovrenschi aus Rumänien, die in den letzten drei Jahren auch zwei Weltmeisterschaftsmedaillen sammeln konnten. Das vierte Team aus Ostdeutschland um Mario Streit, Detlef Kirchhoff und René Rensch konnte ebenfalls zwei Medaillen bei den letzten Weltmeisterschaften sammeln.
Während in den ersten zwei Vorläufen die Teams aus Ostdeutschland und der Sowjetunion gewinnen konnten, trafen im dritten Vorlauf gleich drei der favorisierten Boote aufeinander. Am Ende konnten die Italiener den Lauf für sich entscheiden, aber alle drei qualifizierten sich für das Halbfinale. Während sich im ersten Halbfinale das Boot aus Italien, mit olympischem Rekord, vor den Booten aus Ostdeutschland und Rumänien durchsetzen konnte, gewann im zweiten Lauf überraschend Bulgarien vor der Crew aus Großbritannien. Im Finale setzten sich von Anfang an die Italiener an die Spitze, im Feld dahinter folgten die Bulgaren vor den Booten aus Großbritannien und Rumänien. Während die Italiener souverän zum Titel fuhren, kämpften die anderen Mannschaften dahinter auf den letzten 500 Metern um die Medaillen. Die Bulgaren konnten das Tempo der ersten 1500 Meter nicht mehr halten und fielen auf den fünften Platz zurück. Dafür machte das Team aus Ostdeutschland über 3 Sekunden Rückstand auf den zweiten Platz gut und fuhr vom fünften auf den zweiten Platz nach vorne. Dahinter konnte die Mannschaft aus Großbritannien ihren knappen Vorsprung auf Rumänien halten und die Bronzemedaille gewinnen. Für Andrew Holmes und Steven Redgrave war es die zweite Medaille bei diesen Spielen, nachdem sie am Tag zuvor die Goldmedaille im Zweier ohne Steuermann gewonnen hatten.