Operation Nemesis

Operation Nemesis

Der Operation Nemesis gewidmete Ausstellung im Völkermordsmuseum in Jerewan, Armenien
Datum 1920–1922
Ort Berlin, Tiflis, Rom, Konstantinopel
Ursache Völkermord an den Armeniern, Armenierpogrom in Baku 1918
Ziele Armenische Rachenahme an osmanischen und aserbaidschanischen Verantwortlichen des Völkermordes bzw. des Pogroms, Vigilante Gerechtigkeit
Methoden Attentate

Die Operation Nemesis (armenisch Նեմեսիս գործողություն) umfasst eine Reihe von Attentaten, die sich gegen osmanische Verantwortliche am Völkermord an den Armeniern sowie Politiker der Demokratischen Republik Aserbaidschan, die für das Armenierpogrom in Baku 1918 verantwortlich waren, richteten. Die Operation wurde hauptsächlich von Schahan Natali, Armen Garo und Aaron Sachaklian geplant, benannt wurde sie nach Nemesis, der griechischen Göttin der Rache und der ausgleichenden Gerechtigkeit.

Zwischen 1920 und 1922 organisierte eine Geheimzelle der Armenischen Revolutionären Föderation im Rahmen der Operation mehrere Attentate, von denen vor allem die Ermordung Talât Paschas durch Soghomon Tehlirian in Berlin 1921 großes Aufsehen erregte.

  1. Sarkis J. Eminian: West of Malatia: The Boys of '26. AuthorHouse, Bloomington 2004, ISBN 978-1-4184-1262-3, S. 3 (englisch).
  2. Rupen Janbazian: Book Review: 'Sacred Justice: The Voices and Legacy of the Armenian Operation Nemesis'. In: The Armenian Weekly. 2015, abgerufen am 22. Mai 2021 (englisch).
  3. Michael Newton: Famous Assassinations in World History: An Encyclopedia [2 volumes]. ABC-CLIO, 2014, ISBN 978-1-61069-285-4 (englisch, google.de).