Operation Overcast

Die Operation Overcast (engl. overcast = bedeckt, wolkenverhangen) war ein militärisches Geheimprojekt der USA, um nach der Niederlage Nazi-Deutschlands am Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 deutsche Wissenschaftler und Techniker vor allem im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik zu rekrutieren und sich deren militärtechnisches Können und Wissen zu sichern. Ab März 1946 wurde stattdessen der Codename Operation Paperclip (engl. paperclip = Büroklammer) benutzt.

Bis Mai 1948 brachten die USA im Rahmen der Operation Paperclip 1136 Personen (492 Wissenschaftler, 644 Angehörige) aus Deutschland und Österreich in den USA. Später wurde der Begriff Project Paperclip allgemeiner für die Einbürgerung der Wissenschaftler und die Fortsetzung der Operation Overcast verwendet, und auch heute werden die Begriffe oft fälschlich vertauscht.

Die Zwangsenteignung deutscher Patente und Reparationsleistungen (u. a. Demontage von Produktionsmitteln) gehörten nicht zu den Operationen Overcast und Paperclip.

    1. 1 2 S. 244–246.