Optische Täuschung

Eine optische Täuschung (von griechisch optein: „sehen“; also „Täuschung des Sehens“; engl. visual illusion) ist eine Täuschung der visuellen Wahrnehmung.

Optische Täuschungen können nahezu alle Aspekte des Sehens betreffen. Es gibt Tiefenillusionen, Farbillusionen, geometrische Illusionen, Bewegungsillusionen und einige mehr. In all diesen Fällen scheint das Sehsystem falsche Annahmen über die Natur des Sehreizes zu treffen, wie sich unter Zuhilfenahme weiterer Sinne oder durch Entfernen der auslösenden Faktoren zeigen lässt.

Optische Täuschungen werden in der Wahrnehmungspsychologie untersucht, da aus ihnen Rückschlüsse über die Verarbeitung von Sinnesreizen im Gehirn gewonnen werden können. Optische Täuschungen beruhen auf der Tatsache, dass Wahrnehmung auf unvollständiger Information beruht. Systematisch produziert und analysiert wurden optische Täuschungen zuerst in der Gestaltpsychologie.

  1. Der ursprüngliche Bildausschnitt ist etwas größer und zeigt einen Teil der Vorderseite des Kamera-Smartphones, das der Mann in der Hand hält, als Spiegelung. Dieser Teil wurde im obigen Bild weggeschnitten.
  2. In der wissenschaftlichen Literatur und auf wissenschaftlichen Kongressen zu dem Thema wird oft dem Begriff „visuelle Illusion“ (englisch visual illusion) der Vorzug gegeben, um dem Missverständnis vorzubeugen, dass die Täuschung etwas mit der Optik des Auges zu tun hat (dies ist nur für sogenannte „physikalische [visuelle] Täuschungen“ der Fall). Das Adjektiv optisch leitet sich vom griechischen Begriff optein = „sehen“ ab, nicht von Optik als einem Teilgebiet der modernen Physik. Regelmäßige wissenschaftliche Quellen zu visuellen Illusionen sind die englischsprachige Zeitschrift Perception und die Online-Schwesterzeitschrift i-Perception.