Orgeln und Kirchenmusik im Salzburger Dom

Für den 1628 eingeweihten Salzburger Dom schuf Orgelbauer Leopold Rotenburger drei Instrumente, nämlich Orgeln für die zwei vordersten Emporen unter der Kuppel und ein Regal für das Presbyterium. 1643 baute er zwei weitere Orgeln für die Trompeteremporen in der Vierung.

Mit den vier Pfeileremporen war die Möglichkeit geschaffen worden, einzigartige polyphone barocke Kirchenmusik zum Erklingen zu bringen. An gewöhnlichen Festen wurde in drei Gruppen musiziert, nämlich an den östlichen Kuppelemporen und im Presbyterium, an Hochfesten wurden noch Pauken und Trompeten auf den westlichen Kuppelemporen positioniert. Wie die Musiker im 18. Jahrhundert verteilt waren, beschrieb Leopold Mozart 1757 ausführlich.
Alle Musiker waren mit weißen Chorröcken bekleidet, ausgenommen Trompeter und Pauker, die schwarze Uniformen trugen und auf den Trompeterchören – den westlichen Pfeileremporen – ihren Platz hatten.

  1. Heribert Metzger: Die Orgeln im Dom zu Salzburg. Salzburg 2011, S. 7.
  2. Leopold Mozart: Nachricht von dem gegenwärtigen Zustande der Musik Sr. Hochfürstlichen Gnaden des Erzbischoffs zu Salzburg im Jahr 1757. In: Historisch-Kritische Beyträge zur Aufnahme der Musik. Hg. von Friedrich Wilhelm Marpurg, Bd. 3, St. 3 (1757), [183]–198. Zitiert nach: Gerhard Walterskirchen: Die Kirchenmusikpraxis der Mozart-Zeit am Dom zu Salzburg. In: Die Vierungsorgeln im Dom zu Salzburg, Wiederherstellung 1991. Hg. vom Domkapitel Salzburg, o.p.