Orontea

Operndaten
Titel: Orontea

Titelblatt des Librettos, Innsbruck 1656

Form: Dramma musicale in einem Prolog und drei Akten
Originalsprache: Italienisch
Musik: Antonio Cesti
Libretto: Giacinto Andrea Cicognini, Giovanni Filippo Apolloni
Uraufführung: 19. Februar 1656
Ort der Uraufführung: Saaltheater Innsbruck
Spieldauer: ca. 3 Stunden
Ort und Zeit der Handlung: Paphos, Antike
Personen

Prolog:

  • Filosofia, Philosophie (Sopran)
  • Amore, Liebe (Sopran)

Handlung:

  • Orontea, Königin von Ägypten (Mezzosopran)
  • Creonte, Hofphilosoph (hoher Bass oder Bariton)
  • Tibrino, junger Page (Sopran)
  • Aristea, vermeintliche Mutter Alidoros (Alt oder hoher Tenor)
  • Alidoro, junger Maler, eigentlich Floridano (Tenor oder Alt)
  • Gelone, trunksüchtiger Diener (Bass, Tenor oder Alt)
  • Corindo, junger Höfling (Alt-Kastrat)
  • Silandra, junge Hofdame, von Corindo geliebt (Sopran)
  • Giacinta, frühere Hofdame, jetzt als Mann verkleidet unter dem Namen Ismero (Sopran)

Orontea (auch L’Orontea) ist eine Oper (Originalbezeichnung: „Dramma musicale“) in einem Prolog und drei Akten von Antonio Cesti (Musik). Das Libretto stammt von Giacinto Andrea Cicognini. Es wurde für Cestis Vertonung von Giovanni Filippo Apolloni überarbeitet. Die Uraufführung fand am 19. Februar 1656 im Saaltheater Innsbruck statt.

  1. Im Libretto ist explizit Paphos (Zypern) als Schauplatz angegeben. Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters und andere Quellen nennen dagegen Ägypten.
  2. Die Partie der Aristea ist im Altschlüssel notiert.
  3. Alidoro ist in den italienischen Manuskripten ein tiefer Tenor bzw. hoher Bariton; in der Cambridge-Handschrift ist er ein „tenore contraltino“ (Altschlüssel). Vgl. die Beilage zur Schallplatte von René Jacobs.
  4. Gelone ist in den italienischen Manuskripten ein tiefer Bass. In der Cambridge-Handschrift ist er im ersten Akt ein tiefer Tenor und im zweiten und dritten Akt ein „tenore contraltino“ bzw. Alt.