Ortgang

Als Ortgang wird im Bauwesen der seitliche Abschluss der Dachfläche an der Giebelseite bezeichnet. Er verläuft von der Traufe bis zum First.

Die Dachkante am unteren Abschluss der Dachfläche verläuft im Gegensatz zum Ortgang in der Regel nahezu waagerecht und heißt Traufe. Bei einem Flachdach kann oft nicht zwischen Ortgang und Traufe unterschieden werden, da in diesem Fall beide ungefähr waagerecht verlaufen.

  1. Was es mit dem Ortgang auf sich hat. In: haus.de. Abgerufen am 7. Januar 2026.
  2. Das Bildwörterbuch von Koepf/Binding weicht in seiner Begriffsdefinition ab und definiert den Ortgang als ein Brett am Giebelsparren („als Abschluß der Dachdeckung am Giebel in der Ebene eines Giebelsparrens verlaufendes Brett.“); vgl.: Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar (= Kröners Taschenausgabe. Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X (Digitalisat auf moodle.unifr.ch, abgerufen am 8. Januar 2026), S. 348.
  3. Abweichend definierte Otto Lueger den Begriff Ortgang 1908 als „die letzte Bahn einer Ziegel- oder Schieferdeckung über dem Flug- oder Ortsparren“. Vgl. Otto Lueger: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 6. Stuttgart / Leipzig 1908, S. 780. (Abschrift auf zeno.org, abgerufen am 8. Januar 2026)