Osseointegration

Osseointegration (lateinisch osseus „knöchern“, integrare „einbinden“) ist ein Begriff aus der implantologischen Kieferchirurgie. Man versteht darunter einen im lichtmikroskopischen Bereich sichtbaren direkten funktionellen und strukturellen Verbund zwischen dem organisierten, lebenden Knochengewebe und der Oberfläche eines belasteten Knochenimplantats.

1966 beschrieb Per-Ingvar Brånemark als erster Wissenschaftler den Begriff „Osseointegration“, der in die internationale Nomenklatur eingegangen ist. Die wissenschaftliche Anerkennung der zahnärztlichen Implantologie erfolgte durch die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) im Jahre 1982.

In den 1990er-Jahren wurde die Osseointegration erstmals auch für Arm- und Beinprothesen eingesetzt.

  1. H.-H. Aschoff, A. Ranker, A. Harb, C. Krettek, M. Örgel: CME-Artikel: Endo-Exo-Prothesen (EEP). In: Berufsverband der deutschen Chirurgie (Hrsg.): BDC News. 1. März 2021 (bdc.de [abgerufen am 3. August 2025]).