Ostindustrie

Das SS-Wirtschaftsunternehmen Ostindustrie GmbH (OSTI) wurde im März 1943 vom Leiter des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes (WVHA) Oswald Pohl gegründet, um im Generalgouvernement eigene SS-Rüstungsbetriebe zu errichten und bestehende Privatbetriebe zu übernehmen, in denen jüdische Häftlinge gewinnbringend produzieren sollten. Obwohl die ökonomische Ausbeutung der rund 10.000 Zwangsarbeiter in acht Werken Gewinne erbrachte, wurde die OSTI schon acht Monate später aufgelöst. Ohne Rücksicht auf wirtschaftliche Belange wurde der Völkermord fortgesetzt und die eingesetzten jüdischen Zwangsarbeiter umgebracht.

  1. Jan Erik Schulte: Zwangsarbeit für die SS In: Norbert Frei u. a. (Hrsg.): Ausbeutung, Vernichtung, Öffentlichkeit. München 2000, S. 72.