Ottomane

Eine Ottomane war als Möbelstück ursprünglich eine sofaähnliche, gepolsterte Sitzbank mit halbrunden Armlehnen. Als Sonderform war die Kastenottomane mit klappbarer Sitzfläche und darunter befindlichem Stauraum bekannt.

In der Terminologie der modernen Möbel bezeichnet man als Ottomane ein Liegesofa ohne eine Rückenlehne (vgl. Chaiselongue, Kline/Triclinium und Récamière), oder aber mit einer Rückenlehne, die nicht über die gesamte Längsseite geführt ist und am freien Ende auch keine Armlehne besitzt.

Ein begrifflich falscher Freund des Terminus Ottomane ist das im englischen Sprachgebrauch gebräuchliche Substantiv ottoman, das im Sinne von footstool einen gepolsterten Fußhocker bezeichnet, der sich auch zum Sitzen eignet.

  1. Ian Cameron, Elisabeth Kingsley-Rowe (Hrsg.): Das Große Antiquitäten-Lexikon. Herder, Freiburg im Breisgau 1976, ISBN 3-88379-006-0, S. 255 (Die englische Originalausgabe erschien unter dem Titel Collins Encyclopedia of Antiques bei Collins, London und Glasgow 1973.)