Outlines (Graffiti)
Unter Outlines wird im Graffiti-Jargon die unmittelbare Umrandung bzw. Kontur der einzelnen Buchstaben bei einem Graffito (Piece) verstanden. Diese werden dem Bild in der Regel im letzten Arbeitsschritt, nach dem Ausfüllen (Fill-in) der Flächen, hinzugefügt. In der Regel wird bei der Wahl der Outlinefarben darauf geachtet, einen besonders gut deckenden Sprühlack zu verwenden. Dies ist vor allem bei hellen Farbtönen problematisch. Bei den hunderten von Farbtönen, die auf dem Markt verfügbar sind, hängt die Deckkraft jedoch nicht allein davon ab, auch schwarzer Lack kann eine geringe Deckkraft besitzen. Die Wahl der richtigen Töne für die Outlines erfordert somit in der Regel eine gewisse Erfahrung.
In der Regel werden die Outlines mit Sprühfarben angefertigt. Die Strichdicke wird dabei durch die Wahl des Sprühkopfes (Cap) bestimmt. In der Regel finden hier Caps Verwendung, welche dünne Linien mit einer harten Kante ermöglichen (sogenannte Skinnys oder Skinnycaps). Eine Ausnahme stellen hierbei illegale Graffiti dar. Diese werden in der Regel unter Zeitdruck gefertigt, weshalb auf Sprühköpfe zurückgegriffen wird, die dickere Linien ermöglichen und in gleicher Zeit mehr Farbe freisetzen. Neben der Möglichkeit, die Outlines mit Sprühfarbe anzufertigen, besteht auch die Möglichkeit, die Outlines bzw. das ganze Graffiti aus Streichfarbe anzufertigen. Diese wird, überwiegend bei legalen Bildern, in der Regel zum Grundieren der Wand benutzt, bevor das eigentliche Bild mit Sprühfarben aufgetragen wird. In neuerer Zeit (bezogen auf die Entwicklung von Graffiti) werden vermehrt Bilder gemalt, die vollständig (Fill-in und Outlines) mit Streichfarbe angefertigt werden. Die Outlines werden hierbei mit einer Farbrolle oder einem größeren Pinsel auf die Wand aufgetragen und sind, im Vergleich mit den gesprühten, deutlich dicker und in der Regel auch unsauberer.