Ovambo
Das Bantu-Volk der Ovambo (), auch Owambo, ist die zahlenmäßig stärkste Bevölkerungsgruppe Namibias und auch im unmittelbar angrenzenden äußersten Süden Angolas die größte ethnische Gruppe. Die Ovambo leben vorwiegend in der namibisch-angolanischen Grenzregion der Vier O-Regionen, deren Gebiet in der deutschen Kolonialzeit und unter der südafrikanischen Besatzung Ovamboland genannt wurde. Die Region liegt zwischen Südangola und dem Etoscha-Nationalpark in Namibia. Etwa ein Viertel der Ovambo lebt in der südangolanischen Provinz Cunene.
Die Ovambo können in 15 Gruppen unterteilt werden. Die neun im namibischen Teil des Ovambolandes lebenden Gruppen sind (Hauptsiedlungsgebiete in Klammern): Kwanyama (Oshakati, Helao Nafidi, Eenhana), Ndonga (Ondangwa), Kwambi (Elim, Oshikuku), Ngandjera (Okahao), Mbalantu (Outapi), Kwaluudhi (Tsandi), Eunda (Eunda, Epalela im Wahlkreis Onesi), Kolonkadhi (Onesi) und Mbandja (Okalongo), die 1994 etwa 670.000 Angehörige ausmachten. In Angola sind die Kwanyama (portugiesisch Cuanhama) die mit großem Abstand wichtigste Gruppe; neben ihnen haben dort zahlenmäßig noch die Kwamato (Cuamato), die Kwangar (Cuangar) und die Omba(n)dja Bedeutung, während die Evale, die Kafima (Cafima), die Ndombondola und die Esinga sehr kleine Gruppen darstellen.
Die Sprache der Ovambo ist das Oshivambo. Dieses wird allerdings in Angola nur in der Form der Dialekte gesprochen, die den verschiedenen Gruppen eigen sind.
- ↑ Das Präfix „Ova-“ drückt den Plural aus. Die Wurzel ist Ambo. Ova-Ambo wird kontrahiert zu Ovambo.