pH-Einstabmesskette

Als pH-Einstabmesskette wird die Kombination einer Arbeitselektrode und einer Referenzelektrode zur Messung des pH-Werts in einer Bauform bezeichnet.

Typische Vertreter sind viele Bauformen der pH-Glaselektrode, die eine besonders unkomplizierte pH-Wert-Messung in Lösungen erlauben. Als Referenzelektrode dient meistens eine Silber-Silberchlorid-Elektrode. Der Stromkreis wird über ein Diaphragma geschlossen, das mit 3 M Kaliumchlorid-Lösung getränkt ist, die auch den inneren Elektrolyten der Messkette bildet. Kaliumchlorid hat als einziger Elektrolyt die Eigenschaft, dass seine Kationen (K+) und Anionen (Cl) praktisch die gleiche Ionenbeweglichkeit besitzen. Deshalb bilden sich am Diaphragma mit diesen Elektrolyten keine zusätzlichen Potentiale aus, welche die Messung verfälschen könnten.

Als weitere funktionale Verdichtung enthalten viele pH-Einstabmessketten zusätzlich auch noch einen integrierten Temperaturfühler. Micro-Ausführungen von Einstabmessketten haben heute nur noch einen Durchmesser von ca. 3 mm.

Als Einstabmessketten sind heute meistens auch die Redox-Messketten sowie viele verschiedene Ionensensitive Elektroden ausgeführt.

  1. Daniel C. Harris: Lehrbuch der Quantitativen Analyse. Hrsg.: Gerhard Werner, Tobias Werner. 8., vollst. überarb. erw. Auflage. Springer, Berlin / Heidelberg 2014, ISBN 978-3-642-37788-4, S. 361.