Paarbecken

Paarbecken oder Handzimbeln, in der österreichischen und süddeutschen Umgangssprache auch Tschinellen, sind zwei gegeneinander zu schlagende Becken von unbestimmter Tonhöhe, die instrumentenkundlich zu den Gegenschlagidiophonen gehören. Paarbecken bestehen meist aus Messing oder Bronze. Sie sind in der klassischen Musik und weltweit in der Volksmusik häufig eingesetzte Rhythmusinstrumente. Das Beckenpaar kam im 18. Jahrhundert aus der Janitscharenmusik nach Westeuropa und bürgerte sich in der Militärmusik und im Symphonieorchester ein.

Nach der Art ihrer Herstellung werden sie als ausgebogene Gefäßklappern bezeichnet. Die üblichen großen Paarbecken schlägt man mit beiden Händen gegeneinander, sehr kleine Paarbecken können mit Schlaufen an zwei Fingern befestigt mit einer Hand gespielt werden. Sie werden abgrenzend Fingerzimbeln genannt. Zum Begriff Zimbel siehe dort.

  1. Tschinelle, die. DWDS