Panhypopituitarismus
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| E23.0 | Hypopituitarismus – Panhypopituitarismus |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| 5A61.0 | Hypopituitarismus |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Als Panhypopituitarismus (synonym Morbus Simmonds und Simmondssche Krankheit) bezeichnet man eine Krankheit, bei der ein Mangel oder ein Fehlen sämtlicher in dem Hypophysenvorderlappen gebildeter Hormone besteht. Im engeren Sinne beschreibt es die generalisierte Form der Hypophysenvorderlappen-Insuffizienz.
Die folgenden in der Hypophyse gebildeten Hormone sind betroffen:
- kein TSH: Hypothyreose
- kein ACTH: sekundäre Nebennierenrindeninsuffizienz
- kein MSH: Blässe
- kein FSH und LH: Keimdrüsenunterfunktion, Amenorrhö
- kein Prolaktin: Agalaktie
- kein Wachstumshormon: Kleinwuchs (im Kindesalter), Stammfettsucht, KHK
Erstbeschreiber des tödlichen Krankheitsbildes mit Hypophysenschwund war 1914 der Hamburger Pathologe Morris Simmonds (1855–1925).
- ↑ M. Simmonds: Über Hypophysisschwund mit tödlichem Ausgang. In: Dtsch. Med. Wochenschrift, 40, 1914, S. 322.
- ↑ Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 57.