Parallelmontage

Eine Parallelmontage bzw. Kreuzschnitt oder Wechselschnitt (engl. cross-cutting) ist eine Technik der Filmmontage, bei der wiederholt zwischen zwei oder mehreren Handlungslinien eines Filmes hin- und hergeschnitten wird.

Parallelmontagen stellen einen Zusammenhang zwischen zwei oder mehreren selbständigen räumlich disparaten Handlungssegmenten dar. In der Regel finden diese Ereignisse, in der Diegese des Filmes, gleichzeitig statt. Allerdings kann der Kreuzschnitt auch Handlungen, die zu verschiedenen Zeiten stattfinden, zusammenführen und dadurch eine emotionale Verbindung herstellen. Parallelmontagen dienen somit zumeist der Spannungssteigerung.

Der Regisseur D. W. Griffith gilt als einer der Vorreiter dieser Technik im US-amerikanischen Kino, indem er sie 1909 u. a. in den Filmen The Country Doctor und A Corner in Wheat eingesetzt hat. Allerdings wurde die Parallelmontage schon früher, nämlich beispielsweise in Der große Eisenbahnraub (1903), eingesetzt.

  1. Thomas Koebner (Hrsg.): Reclams Sachlexikon des Films. Stuttgart 2002, S. 435.
  2. Ira Konigsberg: The Comple Film Dictionary. 2nd Ed. New York 1997, S. 79f.
  3. David Bordwell/Kristin Thompson: Film Art: An Introduction. 9th Ed. New York 2006, S. 244–245.
  4. Paolo Cherchi Usai: Revolutionär Griffith. D.W. Griffith und das Kino seiner Zeit, in: Filmmuseum Programmheft November 2010, Hg. Regina Schlagnitweit/Alexander Horwath, Wien 2010, S. 3–6.