Pareto-Optimum
Ein Pareto-Optimum (auch Pareto-effizienter Zustand) ist ein (bestmöglicher) Zustand, in dem es nicht möglich ist, eine (Ziel-)Eigenschaft zu verbessern, ohne zugleich eine andere verschlechtern zu müssen, siehe Zielkonflikt. Das Pareto-Optimum ist nach dem Ökonomen und Soziologen Vilfredo Pareto benannt.
In der Wirtschaftswissenschaft ist der Begriff Effizienz eng verbunden mit dem ökonomischen Prinzip. Ein Pareto-Optimum ist der Zustand in der Volkswirtschaft, in dem es nicht möglich ist, die Güterversorgung eines Wirtschaftssubjekts zu erhöhen, ohne gleichzeitig die Wohlfahrt eines anderen zu verringern.
Die Menge aller Pareto-Optima heißt auch Pareto-Menge (auch Pareto-Front). Das Pareto-Kriterium ist die Beurteilung, ob ein Zustand sich durch die Veränderung eines Zielwerts verbessert (Pareto-Superiorität), ohne auch nur einen anderen Zielwert verschlechtern zu müssen (Pareto-Verbesserung). Vilfredo Pareto bezog sich ursprünglich nicht auf Zielwerte/Eigenschaften/Kriterien (mitunter auch „Merkmale“ genannt), sondern auf Individuen. In Bezug auf Individuen kennzeichnet ein Pareto-optimaler (Pareto-effizienter) Zustand einen Zustand, bei dem es keine Möglichkeit gibt, ein Individuum besser zu stellen, ohne gleichzeitig ein anderes schlechter zu stellen.
Das Lösen des Problems, Pareto-Optima zu finden, heißt Pareto-Optimierung. Pareto-optimale Strategien maximieren in kooperativen Spielen den Allgemeinnutzen.
- ↑ Bundeszentrale für politische Bildung: Pareto-Optimum. Abgerufen am 29. Juni 2025.