Paris–Roubaix
Paris–Roubaix ist eines der berühmtesten klassischen Eintagesrennen im Straßenradsport und zählt zu den fünf Monumenten des Radsports. Prägend für das etwa 250 Kilometer lange Rennen sind die Abschnitte auf Kopfsteinpflaster (Pavé-Sektoren). Benannt ist das Radrennen nach seinem ursprünglichen Startort Paris und seinem Zielort Roubaix.
Das erstmals 1896 ausgetragene Rennen findet jährlich an einem Sonntag Mitte April in Nordfrankreich statt und wird als Die Königin der Klassiker (La Reine des Classiques), oder auch als Hölle des Nordens (L’Enfer du Nord) bezeichnet. Die Bezeichnung Hölle des Nordens bekam das Rennen nach dem Ersten Weltkrieg, der die Region, in welcher das Rennen stattfindet, verwüstet hatte. Der Ausdruck geht auf den Sportjournalisten Victor Breyer zurück, der damals geschrieben hatte: « Ici, c’est vraiment l’Enfer du Nord » („Das hier ist wirklich die Hölle des Nordens“).
Das Rennen beginnt nicht mehr in Paris, sondern seit 1977 rund 80 km nördlich davon vor dem Schloss in Compiègne. Das Ziel befindet sich im Vélodrome von Roubaix. Veranstalter des Rennens ist die Amaury Sport Organisation (ASO), die auch die Tour de France organisiert.
- ↑ Procycling. (Deutsche Ausgabe), April 2013, S. 94 ff: Rennvorschau Paris-Roubaix.
- ↑ Paris-Roubaix. Pourquoi parle-t-on de « l’Enfer du Nord » pour désigner la classique nordiste ? In: Ouest-France. 30. September 2021, abgerufen am 12. April 2026 (französisch).
- ↑ Jessica Bretsch: Frühjahrsklassiker – Geschichte und Vermarktung. In: Lars Nuschke/Christian Becker (Hrsg.): Quo vadis Radsport? Die „Skandalsportart“ zwischen Doping und Sponsoren. Sterke, Göttingen 2008, S. 135.