Passer (Fluss)

Passer

Passer, Promenade in Meran (2007)

Daten
Lage Passeiertal (Südtirol)
Flusssystem Etsch
Quelle am Timmelsjoch
46° 53′ 11″ N, 11° 8′ 0″ O
Quellhöhe 3479 m s.l.m.
Mündung bei Meran in die EtschKoordinaten: 46° 39′ 48″ N, 11° 8′ 38″ O
46° 39′ 48″ N, 11° 8′ 38″ O
Mündungshöhe 294 m s.l.m.
Höhenunterschied 3185 m
Sohlgefälle 75 
Länge 42,6 km
Einzugsgebiet 427 km²
Abfluss MQ
5,7 m³/s
Mittelstädte Meran

Höchstgelegene Straßenbrücke über die Passer im Verlauf der SS 44 bis

Die Passer (italienisch Passirio) ist ein Fluss in Südtirol (Italien). Sie entsteht durch den Zusammenfluss mehrerer Quellbäche unter dem Timmelsjoch und ist mit 42,6 km Länge einer der längsten Zuflüsse am oberen Lauf der Etsch.

Die Passer durchfließt der Länge nach Passeier, ehe sie in Meran das Etschtal erreicht und von links in die Etsch einmündet; ihre wichtigsten Zuflüsse sind der Pfelderer Bach, der Waltenbach, der Kalmbach und der Spronser Bach.

Die Passer wurde erstmals als Passires amnis in Arbeo von Freisings Vita Corbiniani aus dem Jahr 770 verschriftlicht. Der Name leitet sich vermutlich vom romanischen Wort *passíra (vallis) „Durchgangstal“ ab. Am Oberlauf existierte von 1401 bis 1774 der Kummersee, dessen Ausbrüche immer wieder zu erheblichen Verwüstungen der talabwärts gelegenen Gebiete führten. Der Fluss ist heute ein beliebtes Ausflugsziel für touristische Aktivitäten wie Kanufahrten und Rafting, außerdem kann die Schlucht zwischen St. Leonhard und Moos seit Juni 2015 auf dem Passerschluchtenweg durchwandert werden.

  1. Otto Stolz: Geschichtskunde der Gewässer Tirols (= Schlern-Schriften, Band 32). Innsbruck: Wagner 1932, S. 57.(online)
  2. Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2014, ISBN 978-3-11-057891-1, S. 400, „Passer“ (Auszug in der Google-Buchsuche).