Paul Milgrom

Paul Robert Milgrom (* 20. April 1948 in Detroit, Michigan) ist ein US-amerikanischer Ökonom. Er lehrt seit 1987 an der Stanford University in Kalifornien als Professor für Ökonomie. Milgrom ist Experte für Mikroökonomie und Spieltheorie, insbesondere Auktionstheorie und Preisstrategien. Zusammen mit Robert B. Wilson erhielt er 2020 den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften für „Verbesserungen der Auktionstheorie und Erfindungen neuer Auktionsformate“.

Zusammen mit Nancy Stokey hat er das No-Trade-Theorem beschrieben. Er ist Mitbegründer mehrerer Unternehmen, von denen das jüngste, Auctionomics, Software und Dienstleistungen für kommerzielle Auktionen und Börsen anbietet.

Milgrom und sein Doktorvater Wilson entwarfen das Auktionsprotokoll, mit dem die Federal Communications Commission ermittelt, welche Telefongesellschaft welche Mobilfunkfrequenzen erhält. Milgrom leitete auch das Team, das zwischen 2016 und 2017 die Auktion für Rundfunkanreize entwarf, eine zweiseitige Auktion zur Umverteilung von Radiofrequenzen für Fernsehübertragungen auf die drahtlose Breitbandnutzung.

  1. Paul Milgrom. Abgerufen am 17. Juni 2022 (englisch).
  2. The Sveriges Riksbank Prize in Economic Sciences in Memory of Alfred Nobel 2020. Abgerufen am 17. Januar 2021 (amerikanisches Englisch).
  3. US-Ökonomen: So haben sich Paul Milgrom und Robert Wilson den Wirtschaftsnobelpreis verdient. Abgerufen am 17. Januar 2021.
  4. Auctionomics. Abgerufen am 17. Januar 2021 (amerikanisches Englisch).
  5. Jeanna Smialek: U.S. Auction Theorists Win the 2020 Nobel in Economics. In: The New York Times. 12. Oktober 2020, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 17. Januar 2021]).
  6. Stanford University: The economic science behind Wilson's and Milgrom's Nobel Prize. 12. Oktober 2020, abgerufen am 17. Januar 2021 (englisch).