Peggauer Wand
Die Peggauer Wand ist eine zum Murtal steil abfallende, höhlenreiche Wand des Kalkplateaus der Tanneben in der Steiermark. Sie gehört zum „Mittelsteirischen Karst“, Teil des Grazer Berglandes, und liegt 20 km nördlich von Graz, in Peggau, auf einer mittleren Höhe von etwa 410 Meter. Die größte der Höhlen trägt den Namen Große Peggauer-Wand-Höhle (Höhlenkatasternummer 2836/39).
In den Höhlen wurden Tierknochen aus der letzten Eiszeit und altsteinzeitliche Artefakte gefunden. Als Folge des Phosphatdüngermangels im und nach dem Ersten Weltkrieg – Importe waren nicht möglich – wurde Anfang der 1920er Jahre Höhlenerde als Düngemittel entnommen (Österreichische Höhlendüngeraktion). Der Schutz als prähistorische Fundstelle war nachrangig.
- ↑ Hubert Trimmel: Die Schutzmaßnahmen im Gebiete der Tanneben zwischen Semriach und Peggau (Steiermark). In: Die Höhle. Band 23, 1972, S. 56–57 (zobodat.at [PDF]).
- ↑ Der Höhlendüngerskandal. In: Wiener Landwirthschaftliche Zeitung. Illustrirte Zeitschrift für die gesammte Landwirthschaft / Wiener Landwirthschaftliche Zeitung. Allgemeine illustrirte Zeitschrift für die gesammte Landwirthschaft / Wiener Landwirthschaftliche Zeitung. Illustrirte Zeitung für die gesammte Landwirthschaft / Wiener Landwirtschaftliche Zeitung. Allgemeine illustrierte Zeitschrift für die gesamte Landwirtschaft / Wiener Landwirtschaftliche Zeitung. Illustrierte Zeitung für die gesamte Landwirtschaft, 26. Juli 1919, S. 476 (rechte Spalte oben) (online bei ANNO).