Pentlandit

Pentlandit
Pentlandit aus der Kambalda Nickel Lagerstätte, Coolgardie Shire, Australien
Allgemeines und Klassifikation
IMA-Symbol

Pn

Chemische Formel
  • (Ni,Fe)9S8
  • Fe(Ni,Fe)8S8
Mineralklasse
(und ggf. Abteilung)
Sulfide und Sulfosalze
System-Nummer nach
Strunz (8. Aufl.)
Lapis-Systematik
(nach Strunz und Weiß)
Strunz (9. Aufl.)
Dana

II/A.07
II/B.16-010

2.BB.15a
02.07.01.01
Kristallographische Daten
Kristallsystem kubisch
Kristallklasse; Symbol hexakisoktaedrisch; 4/m32/m
Raumgruppe Fm3m (Nr. 225)Vorlage:Raumgruppe/225
Gitterparameter a = 10,04 Å
Formeleinheiten Z = 4
Zwillingsbildung nach (100)
Physikalische Eigenschaften
Mohshärte 3,5 bis 4 (VHN100 = 268–285)
Dichte (g/cm3) gemessen: 4,6 bis 5; berechnet: 4,956
Spaltbarkeit vollkommen nach {111}
Bruch; Tenazität muschelig; spröde
Farbe bronzefarben, rotbraun
Strichfarbe braunschwarz
Transparenz undurchsichtig
Glanz Metallglanz

Pentlandit, veraltet auch als Eisennickelkies, Folgerit oder Lillehammerit bekannt, ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Sulfide und Sulfosalze“ mit der idealisierten chemischen Zusammensetzung (Ni,Fe)9S8 und damit chemisch gesehen ein Nickel-Eisen-Sulfid. Die in den runden Klammern angegebenen Elemente können sich in der Formel jeweils gegenseitig vertreten (Substitution, Diadochie), stehen jedoch immer im selben Mengenverhältnis zum Schwefelanteil des Minerals.

Pentlandit kristallisiert im kubischen Kristallsystem und entwickelt überwiegend undurchsichtige, körnige bis massige Mineral-Aggregate, selten aber auch Kristalle bis etwa 10 cm Größe von hell bronzegelber Farbe. Durch Fremdbeimengungen von Silber nimmt Pentlandit eine eher rötlichbraune Farbe an.

Pentlandit bildet mit Cobaltpentlandit eine vollständige Mischkristallreihe.

  1. Laurence N. Warr: IMA–CNMNC approved mineral symbols. In: Mineralogical Magazine. Band 85, 2021, S. 291–320, doi:10.1180/mgm.2021.43 (englisch, cambridge.org [PDF; 320 kB; abgerufen am 5. Januar 2023]).
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