Perlmutt
Perlmutt, auch Perlmutter (älter Perlenmutter; von mittelhochdeutsch berlīnmuoter bzw. bërlīn muoter, Lehnübersetzung von lateinisch mater perlarum „Muschel, die eine Perle enthält“ bzw. wörtlich „Mutter der Perlen“, also Muschel, die eine Perle „geboren“ hat; vgl. englisch mother-of-pearl) ist die innere Schicht der Schale verschiedener Weichtiere, insbesondere der See- und Perlmuscheln. Es ist ein natürliches Verbundmaterial aus Calciumcarbonat und organischen Substanzen, das die innerste Schicht („Hypostracum“) oder den gesamten, vorwiegend mineralischen Teil der Schale bestimmter Mollusken bildet. Aufgrund seiner speziellen Oberflächenstruktur, die bei Lichteinfall einen matten, irisierenden Glanz erzeugt, findet es Verwendung bei der Herstellung von Kunstgegenständen wie z. B. Schmuck und Zierknöpfen.
- ↑ Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von Elmar Seebold. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. De Gruyter, Berlin/Boston 2011, S. 694.
- ↑ Jürgen Martin: Die ‚Ulmer Wundarznei‘. Einleitung – Text – Glossar zu einem Denkmal deutscher Fachprosa des 15. Jahrhunderts. Königshausen & Neumann, Würzburg 1991 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 52), ISBN 3-88479-801-4 (zugleich Medizinische Dissertation Würzburg 1990), S. 117.
- ↑ Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 22. Auflage. 1989, ISBN 3-11-006800-1, S. 536.
- ↑ Vgl. auch Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 457 ((perlein) schelmuter bzw. berlin schalmutter: aus sehr dünnen, parallelen Kalkblättern aufgebaute Innenschicht der Schalen einiger Meeresmuscheln und Meeresschnecken).