Persistenz (Informatik)
Persistenz (über englisch persistence von ursprünglich lateinisch persistere „verharren, stehen bleiben“) bezeichnet in der Informatik die Fähigkeit von Computerprogrammen, Daten dauerhaft und unabhängig von der aktuellen Programmausführung zu speichern. Dabei werden Daten so gespeichert, dass sie auch nach einem Programmende oder Systemneustart wieder vollständig zur Verfügung stehen.
Die technische Umsetzung erfolgt durch Speicherung in Datenbanken, Dateisystemen oder Konfigurationsdateien. Die Windows-Registry ist ein typisches Beispiel für eine solche persistente Speicherung von Systemeinstellungen. Softwareanwendungen nutzen ähnliche Mechanismen, um Benutzereinstellungen und Arbeitsstände zu sichern.
Persistenz gewährleistet Datenkontinuität und Zuverlässigkeit. Sie schützt vor Informationsverlust bei Systemabbrüchen und ermöglicht die Wiederaufnahme von Arbeitsprozessen. Ein konkretes Anwendungsbeispiel ist das Speichern von Daten vor dem Programmende, sodass beim nächsten Start Informationen wie Spielstände, Anwendungskonfigurationen oder Geschäftsprozessdaten wiederhergestellt werden können. Es handelt sich also um sehr grundlegende Anforderungen, um die Kontinuität, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit von Informationen in einer digitalen Welt zu gewährleisten.