Peter Faller (Wirtschaftswissenschaftler)
Peter Faller (* 8. März 1932 in Altglashütten (Hochschwarzwald), Baden, Deutsches Reich) ist ein deutscher und österreichischer Hochschullehrer und Wirtschaftswissenschafter im Bereich der Verkehrswirtschaftslehre.
Faller erwarb nach seinen Hochschulstudien in Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft die Abschlüsse als Diplomkaufmann sowie Diplom-Handelslehrer an der Universität Mannheim.
Nach dem Studium war Faller einige Jahre für die Robert Bosch GmbH tätig, ehe er an die Universität Mannheim zurückkehrte, wo er zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften (Dr.rer.pol.) promovierte. Gemeinsam mit seinem akademischen Lehrer Karl Oettle forschte er anschließend im damaligen Institut für Verkehrswirtschaft und öffentliche Wirtschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo Faller habilitierte.
1973 wurde er an die Hochschule für Welthandel in Wien (heute Wirtschaftsuniversität Wien) berufen und leitete dort bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2001 das Institut für Transportwirtschaft. Faller hat dabei den Bereich der Lehre in seinem Institut verstärkt internationalisiert. Im Vordergrund stand dabei die Intensivierung der Kontakte zu den Logistikinstituten der ausländischen CEMS-Partneruniversitäten.
Neben Forschung und Lehre engagierte sich Faller ab 1974 im Vorstand der Österreichischen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (ÖVG), wurde 1980 deren Vizepräsident, 1986 wissenschaftlicher Leiter, 1990 bis 2004 war er Präsident und wissenschaftlicher Leiter. 2005 wurde er Ehrenpräsident der ÖVG.
Er wirkte auch maßgeblich in der Bundesvereinigung Logistik Österreich, deren Vorstand er bis 2015 angehörte.
Als Gutachter führte Faller innerhalb Österreichs zahlreiche wissenschaftliche Studien zur Netzentwicklung der ÖBB durch, sondern war auch beratend für die Europäische Kommission sowie für die Europäische Verkehrsministerkonferenz tätig.
In seiner Freizeit ist Faller Kunstliebhaber und Pianist.