Petrarcameister

Als Petrarcameister (oder Petrarkameister) wird der Zeichner benannt, der Anfang des 16. Jahrhunderts Vorlagen für Holzschnitte geschaffen hat. Er soll auch als Maler gewirkt und z. B. Miniaturen gemalt haben. Der namentlich nicht bekannte Künstler, der keines seiner Werke signierte, erhielt seinen Notnamen nach seinen Vorlagen zu Holzschnitten für Von der Artzney bayder Glück, einer deutschen Übersetzung des Werkes De remediis utriusque fortunae von Petrarca, die 1532 in Augsburg im Druck erschien. Der Petrarcameister gilt als einer der wichtigen Graphiker der Renaissance im deutschsprachigen Raum.

  1. erstmals als eigenständige Person analysiert von W. von Seidlitz: Der Illustrator des Petrarka (Pseudo-Burgmair). In: Jahrbuch der Preußischen Kunstsammlungen, 12.1891.
  2. W. Scheidig: Die Holzschnitte des Petrarca-Meisters zu Petrarcas Werk : von der Artzney bayder Glück des guten und widerwärtigen - Augsburg 1532. Berlin (Henschel) 1955.
  3. E. Buchner: Der Petrarcameister als Maler, Miniator und Zeichner. In: H. Schmidt (Hrsg.): Festschrift Heinrich Woelfflin. Beiträge zur Kunst- und Geistesgeschichte, München 1924, S. 209–231.