Pfälzerwald

Deutscher Teil des Naturraums Pfälzerwald
Naturräumliche Definition des Pfälzerwaldes (aufgehelltes und rot umrandetes Gebiet); die schwarze, gestrichelte Linie markiert den Verlauf der deutsch-französischen Grenze
Höchster Gipfel Kalmit (673,64 m ü. NHN)
Lage Rheinland-Pfalz (Deutschland)
Teil des Nordfranzösischen Schichtstufenlandes
Einteilung nach Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands/Konzept der Arbeitsgruppe Landschaftsnamen
Koordinaten 49° 17′ N,  53′ O
Typ Mittelgebirge
Gestein Hauptsächlich Formationen des Unteren, Mittleren und Oberen Buntsandsteins;
im südöstlichen Teil Gesteine des Rotliegend und des Zechsteins
Alter des Gesteins Gesteinseinheit des Buntsandsteins: etwa 251–243 Millionen Jahre;
Gesteinseinheit des Zechsteins: etwa 256–251 Millionen Jahre
Fläche Je nach Definition der Grenzen 1589,4 oder 1771 km²
Besonderheiten Teilgebirge Haardt (Ostrand) und Wasgau (Südteil)

Die Mittelgebirgslandschaft Pfälzerwald (so die amtliche Schreibweise, häufig auch Pfälzer Wald, in naturräumlichen Gliederungen auch Haardtgebirge) im Land Rheinland-Pfalz ist eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands. Seine Ausdehnung beträgt, je nach naturräumlicher Abgrenzung, 1589,4 km² entsprechend 158.940 Hektar oder 1771 km² entsprechend 177.100 Hektar, wobei 82 bis 90 Prozent der Fläche von Wald bedeckt sind. Damit nimmt er ein gutes Drittel der gesamten Pfalz ein, deren zentrale Landschaft er darstellt und von der er seinen Namen hat.

Die südliche Fortsetzung des Naturraums auf französischem Boden wird dort „Nordvogesen“ (französisch Vosges du Nord) genannt. Sie zieht sich von der deutsch-französischen Grenze bis zur Zaberner Steige und wird dort durch die Vogesen im eigentlichen Sinne abgelöst. Diese französische Eigenheit spiegelt sich auch im offiziellen Namen des zum Schutz des Naturraums sowie angrenzender Gebiete eingerichteten grenzüberschreitenden Biosphärenreservats Pfälzerwald-Vosges du Nord wider. Es hat insgesamt eine Fläche von 310.500 Hektar.

Der 179.800 Hektar große deutsche Naturpark Pfälzerwald umfasst zusätzlich den Landstrich zwischen Haardtrand und Deutscher Weinstraße im Osten sowie die Täler von Eckbach und Eisbach im Nordosten.

  1. Helmut Beeger u. a.: Die Landschaften von Rheinhessen-Pfalz – Benennung und räumliche Abgrenzung. In: Berichte zur deutschen Landeskunde, Band 63, Heft 2, Trier 1989, S. 327–359.
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  3. Michael Geiger: Der Pfälzerwald im geographischen Überblick. In: Michael Geiger/Günter Preuß/Karl-Heinz Rothenberger (Hrsg.): Der Pfälzerwald Porträt einer Landschaft. Pfälzische Verlagsanstalt, Landau i. d. Pfalz 1987, S. 9–58.
  4. Naturpark Pfälzerwald e. V. (Hrsg.): Pflege- und Entwicklungsplan. Lambrecht 2002 (Memento vom 21. Oktober 2012 im Internet Archive) (PDF; 818 kB). Abgerufen am 19. Oktober 2011.