Pferderassen in Äthiopien
Pferderassen in Äthiopien umfassen acht regionale Landrassen, darunter die gefährdete Wildpopulation des Kundudo.
Die Pferdehaltung hat in Äthiopien eine lange Tradition. Bereits seit der Zagwe-Dynastie sind dort Reitpferde dokumentiert. Im Kaiserreich Abessinien spielten sie eine wichtige Rolle als Reit- und Kriegspferde. 2024 lebten in Äthiopien mit etwa 2,3 Millionen Hauspferden mehr als viermal so viele Pferde wie in Deutschland. Sie sind in Äthiopien vor allem für den Transport und in der Landwirtschaft unverzichtbar und unterstützen insbesondere auch Frauen im Alltag. Die Haltung vieler Arbeitspferde ist jedoch oft schlecht, mit unzureichender Versorgung und häufigen Krankheiten. Arbeitspferde haben einen niedrigen Status und werden häufig vernachlässigt.
Die Rassen gliedern sich in Arbeitspferde wie den Abessiner, das Kafa-, Bale- und das Horro-Pony sowie elegante Reitpferde wie Selale-, Ogaden- und das kulturell bedeutsame Borana-Pony.
Hintergrundinformationen zur Pferdebewertung und -zucht finden sich unter: Exterieur, Interieur und Pferdezucht.