Pflanze

Als Pflanzen (lateinisch Plantae) werden Lebewesen bezeichnet, die sich nicht fortbewegen können und Photosynthese betreiben. Pilze und Bakterien, die früher auch als zum Pflanzenreich gehörig betrachtet wurden, sind heute ausgeschlossen. Derzeit sind verschiedene Definitionen der Pflanzen gebräuchlich, die sich darin unterscheiden, ob bzw. welche Gruppen von Algen neben den Landpflanzen (Embryophyta) aufgenommen werden. Im weitesten Sinn umfasst der Begriff Pflanze alle Grünalgen, inklusive der Landpflanzen (Chloroplastida bzw. Viridiplantae), die Rotalgen (Rhodophyceae) und die Glaucophyten und ist damit synonym mit den Archaeplastiden. Viele andere Algen, wie die Braunalgen, werden in der modernen Taxonomie nicht mehr zu den Pflanzen gezählt. 2016 waren 374.000 Pflanzenarten bekannt.

Das Teilgebiet der Biologie, das sich mit der Erforschung der Pflanzen einschließlich aller Algen (und früher auch der Pilze) befasst, ist die Botanik. Mit Pilzen beschäftigt sich heute die Mykologie.

Der konkrete Lebensraum einer Pflanze heißt Standort. In der Regel teilen sich verschiedene Pflanzenarten einen Standort. Nach der Zusammensetzung aller dort vorkommenden Arten werden standorttypische Pflanzengesellschaften beschrieben. Werden vorrangig die artübergreifenden Eigentümlichkeiten betrachtet (gleichartige Verteilungsmuster, Gestalt- und Wuchsformen sowie Strategien gegen vorherrschende extreme Umweltbedingungen wie Trockenheit, Kälte, Feuer etc.), spricht man von Pflanzenformationen.

In Bezug auf größere geographische Räume wird die Gesamtheit aller dort lebenden Pflanzengesellschaften mit Blick auf ihre Stellung innerhalb der biologischen Systematik (Arten, Gattungen, Familien usw.) als Flora bezeichnet, während die Gesamtheit aller Pflanzenformationen Vegetation genannt wird.

  1. Maarten J. M. Christenhusz, James W. Byng: The number of known plants species in the world and its annual increase. In: Phytotaxa. Band 261, 2016, Nr. 3, S. 201–217, doi:10.11646/phytotaxa.261.3.1.