Philipp Braun (Aktivist)

Philipp Braun (* 1967 in Tübingen) ist ein LSBTIQ-Aktivist und ist seit 2021 Bundesvorstand des LSVD+ – Verband Queere Vielfalt, eine Position, die er bereits ab 2003 innehatte. Ab 2005 war er Vorstandsmitglied der International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA), wo er von 2006 bis 2009 den Posten des Ko-Generalsekretärs innehatte.

Philipp Braun ist seit den frühen 1990er Jahren in der Schwulenbewegung aktiv. Er war maßgeblich an der Kampagne für die brasilianische UN-Resolution gegen Homosexuellendiskriminierung und an der LSVD-Kampagne gegen schwulenfeindliche Texte in der Reggae-Musik beteiligt.

Im April 2005 hielt Braun seine erste Rede vor der Menschenrechtskommission in Genf und war Leiter des UN-Menschenrechtspanels „In Union: how can workers' rights and the struggle for equality for sexual minorities advance together“ im Genfer Palais des Nations (ehemals Sitz des Völkerbundes). Dieses fand in Zusammenarbeit mit dem Dachverband der weltweiten Gewerkschaften und mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes statt.

Beim LSVD+ ist Braun vor allem für internationale Themen zuständig. Bei der öffentlichen Anhörung am 24. Mai 2023 zur 40. Sitzung des Ausschusses für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages war Philipp Braun als Sachverständiger geladen und nahm Stellung zur Menschenrechtslage von LSBTIQ in der Welt. Darüber hinaus ist Philipp Braun im Themenbereich Asyl und Migration aktiv.

  1. LSVD: Braun wird ILGA-Vorstand. In: queer.de. Abgerufen am 22. Juni 2024.
  2. ILGA-Europe board member is to lead ILGA! In: ILGA-Europe. Abgerufen am 22. Juni 2024 (englisch).
  3. "LGBTIQ - Rechte weltweit" Stellungnahme von Philipp Braun zum Menschenrechtsausschuss. Abgerufen am 22. Juni 2024.
  4. Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge Dr. Sommer empfängt Lesben- und Schwulenverband zu Gesprächen in Nürnberg. In: Fluchtgrund Queer: Queer Refugees Deutschland. Abgerufen am 22. Juni 2024.