Philipp Scheidemann
Philipp Heinrich Scheidemann (* 26. Juli 1865 in Kassel; † 29. November 1939 in Kopenhagen) war ein deutscher sozialdemokratischer Politiker und Publizist, der heute vor allem wegen der Ausrufung der Republik in Deutschland am 9. November 1918 in Erinnerung ist.
Im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts, zur Zeit des Kaiserreichs und der Weimarer Republik, war Scheidemann einer der herausragenden Protagonisten der SPD. Während der Novemberrevolution verkündete er von einem Balkon des Reichstagsgebäudes aus den Zusammenbruch der Monarchie und proklamierte die „Deutsche Republik“. Anfang 1919 wählte ihn die in Weimar tagende Nationalversammlung zum Reichsministerpräsidenten. Wegen seiner Weigerung, den Versailler Vertrag zu unterzeichnen, trat er aber noch im selben Jahr zurück. Anschließend war er bis 1925 Oberbürgermeister seiner Geburtsstadt Kassel.