Phillips-Kurve

Die Phillips-Kurve, oder auch Phillipskurve, ist eine Grafik, die einen hypothetischen Zusammenhang zwischen Lohnänderungen bzw. Preisniveauänderungen auf der einen und der Arbeitslosenquote auf der anderen Seite beschreibt. Die erste Variante der Phillips-Kurve wurde 1958 vom englischen Statistiker und Ökonomen Alban William Housego Phillips in der Zeitschrift Economica publiziert. Sie ist seitdem mehrfach modifiziert worden, etwa von Paul A. Samuelson und Robert Merton Solow 1960 zur sogenannten erweiterten Phillips-Kurve, welche heute gemeint ist, wenn von „der“ Phillips-Kurve gesprochen wird. Diese stellt einen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und der Inflationsrate her. In der Literatur gibt es weitere Definitionen und Erweiterungen der Phillips-Kurven. Aufgrund ihrer zu starken Vereinfachung werden wirtschaftspolitische Empfehlungen auf der Basis bestimmter Phillips-Kurven heute kritisch beurteilt.

  1. Olivier Blanchard und Gerhard Illing: Makroökonomie. 3. Auflage, München 2004
  2. Phillips: The Relation Between Unemployment and the Rate of Change of Money Wage Rates in the United Kingdom, 1861-1957
  3. Robert Richert: Arbeitslosigkeit und Inflation: Phillips-Kurven. In: Makroökonomik — Schnell erfasst. Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-30698-6, S. 233–257, doi:10.1007/978-3-540-30718-1_8.
  4. Peters: Wirtschaftspolitik. S. 90; Bernhard Felderer und Stefan Homburg: Makroökonomik und neue Makroökonomik. S. 265; Majer: Makroökonomik. S. 377
  5. Prof Dr Hans-Werner Wohltmann: Definition: Phillips-Kurve. In: Gabler Wirtschaftslexikon. Abgerufen am 15. Juli 2022.