Phonokardiografie
Die Phonokardiografie oder Phonokardiographie (PKG, älter auch Phonocardiographie) bzw. Fonokardiografie (genannt auch Herzschallregistrierung) ist die Aufzeichnung von Schallerscheinungen des Herzens mit Mikrofon und Herzschallverstärker. Sie wird zusammen mit der Registrierung der Pulskurven und der Apexkardiographie zur konventionellen Mechanokardiographie gezählt. Sie wird in der Regel in Kombination mit einem EKG erstellt.
Es gibt zwei Anwendungsmöglichkeiten der Schallschreibung:
- subjektiv: Stethoskop bzw. Mikrofon – Filter – Lautsprecher
- objektiv: Es wird ebenfalls ein Mikrofon benutzt, das das Audiosignal über einen Filter schließlich zum Schreiber führt, der das Audiosignal grafisch darstellt.
Die Phonografie ermöglicht(e) etwa, Aufschluss bei der Beurteilung von Herzgeräuschen zu erhalten und damit die Diagnostik von Herzklappenfehlern (wie der Mitralklappeninsuffizienz) zu verbessern.
Grundlegende Arbeiten zur Herzschallregistrierung verfasste 1944 Arthur Weber.
- ↑ Mechanokardiographie. Abgerufen am 5. Februar 2022: „Neben der konventionellen Mechanokardiographie, welche die Phonokardiographie, die Apexkardiographie und die Registrierung von Pulskurven an arteriellen und venösen Gefäßen umfaßt, müssen nach dem heutigen Stand der technischen Entwicklung sicher auch die verschiedenen Ultraschallverfahren wie Echokardiographie und Doppler-Sonographie zu den mechanokardiographischen Methoden gerechnet werden.“
- ↑ Klaus Holldack, Klaus Gahl: Auskultation und Perkussion. Inspektion und Palpation. Thieme, Stuttgart 1955; 10., neubearbeitete Auflage ebenda 1986, ISBN 3-13-352410-0, S. 160, 197 und öfter.
- ↑ Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 64.