Phosphatdiabetes
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| E83.3 | Störungen des Phosphorstoffwechsels und der Phosphatase |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Der Phosphatdiabetes ist eine Erkrankung, bei der mit dem Harn zu viel Phosphat ausgeschieden wird, das eigentlich in der Niere aus dem Vorharn zurückgewonnen werden müsste. Dadurch kommt es zu schweren Knochenwachstumsstörungen ähnlich wie bei Rachitis, weil Phosphat die Einlagerung von Calcium in die Knochen beeinflusst. Die Erkrankung zeigt sich bereits im Kleinkindalter und tritt im Durchschnitt bei einem von 325.000 Menschen auf. Mädchen sind doppelt so oft wie Jungen betroffen, zeigen aber leichtere Verläufe der Erkrankung. Die Wahrscheinlichkeit einer sogenannten Erstmutation liegt bei ca. 1:25.000.000. Die Krankheit ist nicht ansteckend oder übertragbar.
Weitere Bezeichnungen der Krankheit sind familiäre hypophosphatämische Rachitis oder Vitamin-D-resistente Rachitis.
- ↑ Alphabetisches Verzeichnis zur ICD-10-WHO Version 2019, Band 3. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI), Köln, 2019, S. 699