Photopolymer

Ein Photopolymer ist ein Polymer, das seine Eigenschaften ändert, wenn es mit Licht aus dem UV-VIS-Bereich des elektromagnetischen Spektrums bestrahlt wird. Es handelt sich um strukturelle Änderungen, wie z. B. die photochemische Härtung des Materials durch Vernetzung, oder aber Polymerabbaureaktionen, die zu einer Erhöhung der Löslichkeit führen. Das unten genannte Beispiel zeigt eine Mischung aus Monomeren, Oligomeren und Photoinitiatoren, das sich bei einer Photopolymerisation in ein gehärtetes Material umwandelt.

Es gibt eine breite Vielfalt technologisch nützlicher Anwendungen für Photopolymere, so gibt es beispielsweise Farben, Zahnfüllungen und Lacke, die bei der Härtung auf lichtabhängiger Polymerisierung basieren. In manchen Fällen können Brüche photochemisch in Sekunden repariert werden, für die man bei thermischer Erwärmung eine halbe Stunde oder länger braucht. Reparaturmaterialien werden oft verwendet in der Medizintechnik, in Druckereien und in der Photoresisttechnik.

Photopolymere zählen zu den Funktionspolymeren.

  1. Hans‐Joachim Timpe, Holger Rautschek: Light‐induced polymer and polymerization reactions, 48. Photo‐induced reactions in novolac resins containing onium salt photoinitiator systems. In: Die Angewandte Makromolekulare Chemie. Band 193, Nr. 1, Dezember 1991, ISSN 0003-3146, S. 135–145, doi:10.1002/apmc.1991.051930113 (wiley.com [abgerufen am 31. Januar 2026]).
  2. Roger Phillips: Photopolymerization. In: Journal of Photopolymerization. Band 25, 1984, S. 79–82, doi:10.1016/0047-2670(84)85016-9.
  3. Jeff Burton: A Primer on UV-Curable Inkjet Inks. Specialty Graphic Imaging Association, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 6. August 2020; abgerufen am 7. August 2017.