Physikalische Größe

Eine physikalische Größe ist eine an einem Objekt der Physik quantitativ bestimmbare Eigenschaft eines Vorgangs oder Zustands. Beispiele solcher Größen sind Länge, Masse, Zeit, Stromstärke. Jeder spezielle Wert einer physikalischen Größe (Größenwert) wird als Produkt aus einem Zahlenwert (auch Maßzahl) und einer Maßeinheit angegeben. Vektorielle Größen werden durch Größenwert und Richtung angegeben.

Eine Größengleichung ist die mathematische Darstellung eines physikalischen Gesetzes, das Zustände eines physikalischen Systems und deren Änderungen beschreibt. Sie stellt den dabei geltenden Zusammenhang zwischen verschiedenen physikalischen Größen dar, wobei in der Regel für jede dieser Größen ein Formelzeichen steht. Größengleichungen gelten unabhängig von den gewählten Maßeinheiten.

Diejenigen physikalischen Größen, die als Basis eines Größensystems festgelegt sind, heißen Basisgrößen.

  1. Julius Wallot schreibt dazu: „Statt ‚Zahlenwert‘ sagt man auch ‚Maßzahl‘. Ich kann diesen Sprachgebrauch nicht für zweckmäßig halten. Im Französischen ist ‚mesure‘ üblich (auch ‚valeur numérique‘), im Englischen ‚numerical value‘ (auch ‚numerical measure‘ und ‚numerical magnitude‘). Auf technischen Zeichnungen steht ‚Maße in mm‘ und die an einzelnen Strecken angeschriebenen Zahlen heißen ‚Maßzahlen‘. Vor allem aber hat die (…) Definition des Zahlenwerts mit Maß und Messen nicht notwendig etwas zu tun; diese beiden Wörter sind in logischem Zusammenhang mit dem Begriff des Zahlenwerts überhaupt nicht vorgekommen. Das deutsche Wort ‚Zahlenwert‘ ist auch für Ausländer leicht verständlich.“ (Julius Wallot, 1957, S. 50.)
  2. R. Pitka et al.: Physik. Harri Deutsch, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-8171-1852-6, S. 1 und 27 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).