Pick-Krankheit

Klassifikation nach ICD-10
G31.0 Umschriebene Hirnatrophie
– Pick-Krankheit
F02.0* Demenz bei Pick-Krankheit
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nach ICD-11
6D83 Frontotemporale Demenz
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Die Pick-Krankheit, Picksche Krankheit, Morbus Pick wird in der Leitlinie Demenz als Form einer frontotemporalen Demenz (FTD) definiert. Es handelt sich um eine chronisch progrediente Demenz, die bevorzugt die Nervenzellen des Stirn- und Schläfenlappen des Gehirns zerstört und durch Bildung sogenannter „Pick-Körper“ in Nervenzellen charakterisiert ist. Sie tritt bei Menschen meist vor dem 60. Lebensjahr auf. Bei diesem Demenztyp steht zunächst eine fortschreitende Veränderung der Persönlichkeit und der sozialen Verhaltensweisen im Vordergrund, beeinträchtigte Gedächtnisleistungen eher weniger.

Als Demenz ist die Pick-Krankheit seltener als die auch zur Gruppe der neurodegenerativen Erkrankungen zählende Demenz vom Alzheimer-Typ. Ein familiäres Auftreten wird bei Morbus Pick häufiger beobachtet (in etwa vierzig Prozent der Krankheitsfälle, Angaben zur familiären Häufung schwanken). Ein autosomal-dominanter Erbgang lässt sich in weniger als zehn Prozent der Fälle feststellen.

Die frontotemporale Demenz muss vom sogenannten Frontalhirnsyndrom abgegrenzt werden. Dieser Begriff bezeichnet die Folgen einer Schädigung oder Störung, die im Stirnhirn lokalisiert ist. Es handelt sich dabei jedoch nicht um ein eigenes Krankheitsbild, sondern nur um die Beschreibung eines unspezifischen Symptommusters.

  1. Leitlinienkoordination: Frank Jessen (DGPPN), Richard Dodel (DGN): S3-Leitlinie Demenzen. Version 5.2. DGN e. V. & DGPPN e. V., 17. Juli 2025, abgerufen am 26. Dezember 2025.
  2. J. Greck, N. Lautenschlager, A. Kurz: Klinische Aspekte der frontotemporalen Demenz. In: Fortschr. Neurol. Psychiatr. 2000 Oct; 68(10), S. 447–457.