Plaggendüngung
Als Plaggendüngung (auch Plaggenwirtschaft oder Eschkultur) bezeichnet man eine heute nicht mehr angewendete Form der Bewirtschaftung von leistungsschwachen Böden, die vor allem in Norddeutschland und den angrenzenden Gebieten mindestens seit der Eisenzeit bis zur industriellen Revolution verbreitet war. Dabei wurden Heide- und Waldböden abgetragen (Plaggen) und im Stall als Einstreu genutzt. Die mit tierischen Ausscheidungen angereicherten Einstreuböden wurden wieder ausgebracht und auf den Feldern als Dünger eingesetzt.
- ↑ Till Kasielke: Spätquartäre Landschaftsentwicklung im oberen Emscherland, Dissertation, vorgelegt am Geographischen Institut (Fakultät für Geowissenschaften) der Ruhr-Universität Bochum 2014, S. 166, Online verfügbar, (PDF)