Plaidter Hummerich

Koordinaten: 50° 23′ 15″ N,  22′ 5″ O

Plaidter Hummerich

Der Plaidter Hummerich ist der weitestgehend abgetragene Hausberg von Plaidt in der Verbandsgemeinde Pellenz im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Er grenzt an die Ortschaften Kruft und Kretz an. Geografisch gehört er zur Pellenz.

Der Berg ist ca. 225 m hoch. Im Jahr 1958 wurde ein den Berg umfassendes Landschaftsschutzgebiet eingerichtet. Ab 1975 wurde für die Vereinigte Lavawerke VELAG GmbH & Co. KG sowie die Theis KG eine Ausnahme zum Betreiben eines Steinbruchs erteilt, das Landschaftsschutzgebiet besteht fort. Der später den Berg umfassende Steinbruch Plaidter Hummerich ist mit dem Nebenbruch am Kollert verbunden. Der Berg besteht vor allem aus vulkanischen Basaltschlacken und Laven mit kleinen Kristallen, die dort abgebaut werden. Auf dem Gipfel wurden ab 1983 unter anderem Relikte der Neandertaler geborgen. Neben dem Steinbruch befinden sich der Keltershäuserhof, die A 61 sowie das Naturschutzgebiet Korretsberg, in dem sich der gleichnamige Berg befindet. Im Jahr 2025 wurde eine Erweiterung des Steinbruchs beschlossen.

Während des Nationalsozialismus befand sich auf dem Berg ein Hangsegelfluggelände der Reichssegelflugschule Hummerich. Bis 1956 war das Gelände französisch besetzt. Auf dem Berg wurden bis 1968 durch die Henschel Flugzeugwerke AG Hubschrauber getestet.

  1. 1 2 Plaidter Hummerich. In: Mineralienatlas - Fossilienatlas. Geolitho Stiftung gemeinnützige GmbH, abgerufen am 8. Juni 2025.
  2. 1 2 Aussichtspunkt "Teufelskanzel". Eifel Tourismus GmbH, abgerufen am 8. Juni 2025.
  3. Kohns: Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen im Kreise Mayen (RVO-7137-19581122T120000). In: Naturschutz Rlp. Landratsamt Mayen, 22. November 1958, abgerufen am 8. Juni 2025.
  4. 1 2 Planfeststellungsbeschluss für das Vorhaben Erweiterung des Tagebaus „Plaidt 10 / Kretz 1“ der Vereinigte Lavawerke VELAG GmbH & Co. KG, Kretz, auf dem Gebiet der Ortsgemeinden Plaidt und Kretz im Landkreis Mayen-Koblenz. Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz, Mainz 18. März 2025, S. 30 (lgb-rlp.de [PDF]).
  5. Daniel: Basalt- und Lavawerk Plaidter Hummerich bei Plaidt in der Osteifel, Rheinland-Pfalz, (D). In: Geo-Archiv. Abgerufen am 8. Juni 2025.
  6. Martin Street, Thijs van Kolfschoten: Plaidter Hummerich: an early Weichselian Middle Palaeolithic site in the Central Rhineland Germany. In: Römisches Germanisches Zentralmuseum Monographien. Band 45. Propylaeum, Mainz 2002, ISBN 978-3-96929-282-2, doi:10.11588/propylaeum.1336 (uni-heidelberg.de [abgerufen am 8. Juni 2025]).
  7. Ulli Thielmann: Nachruf Walter Klinkhammer. In: LuftSport. April/Mai, 12. März 2019, ISSN 2511-8250, S. 48 (helko-verlag.de [PDF]).
  8. Erich Naujokat, Katharina Naujokat: Wir über uns - unsere Geschichte. Aero-Club Koblenz e.V., 5. Juni 2014, archiviert vom Original am 7. März 2016; abgerufen am 8. Juni 2025.
  9. Ohne Wartung fliegt nichts! In: Chronik der Polizeifliegerstaffel Hessen. Hessische Landeskriminalamt, 22. März 2021, abgerufen am 8. Juni 2025.