Plexuspapillom
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| D33.0 | Gutartige Neubildung: Gehirn, supratentoriell |
| D33.1 | Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell (IV. Ventrikel) |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| 2A00.22 & XH0RF9 |
Plexus-chorioideus-Tumoren & Plexus-choroideus-Papillom o. n. A. |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
| Klassifikation nach ICD-O-3 | |
|---|---|
| 9390/0 | Plexus-choroideus-Papillom |
| ICD-O-3, zweite Revision (2019) | |
Das Plexus-choroideus-Papillom, kurz Plexuspapillom, ist ein seltener gutartiger Hirntumor, der von der Deckschicht (Epithel) des Adergeflechts (Plexus choroideus) ausgeht. Plexuspapillome sind seltene Tumoren, die nur etwa 0,5 % aller Hirntumoren ausmachen. Ganz überwiegend sind Kinder und Jugendliche betroffen. Das Plexuspapillom führt zu einer Erhöhung des Hirndrucks mit Kopfschmerz, Übelkeit und Erbrechen. Die Diagnose wird durch eine Magnetresonanztomographie gestellt. Nach operativer Entfernung ist die Heilungsaussicht sehr günstig, weswegen der Tumor nach der WHO-Klassifikation der Tumoren des zentralen Nervensystems als Grad 1 eingestuft wird.
Von den gutartigen Plexuspapillomen abzugrenzen sind das atypische Plexuspapillom und das bösartige Plexuskarzinom.
- ↑ WHO Classification of Tumours Editorial Board (Hrsg.): Central Nervous System Tumours (= World Health Organization Classification of Tumours). 5th ed Auflage. International Agency for Research on Cancer, Lyon 2021, ISBN 978-92-832-4508-7, S. 190 ff. (englisch).