Polyploidie
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| LD42 | Polyploidien |
| LD42.0 | Triploidie |
| LD42.1 | Tetraploidie |
| LD42.Y | Sonstige näher bezeichnete Polyploidien |
| LD42.Z | Polyploidien, nicht näher bezeichnet |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Als Polyploidie oder polyploid wird in der Biologie der Zustand einer Zelle bezeichnet, bei der diese mehr als zwei Chromosomensätze hat. Die genaue Anzahl der Chromosomensätze ist damit nicht bestimmt, es können drei (triploid), vier (tetraploid) oder auch mehr sein. Polyploidie ist also ein Sammelbegriff für „mehr als zwei Chromosomensätze“.
Beispielsweise haben Säugetiere und auch der Mensch in den meisten Zellen zwei Chromosomensätze, also von jedem Chromosomentyp (Chromosom 1, Chromosom 2 usw.) zwei Stück. Dies wird als diploid bezeichnet. In manche Zellen des Körpers werden die Chromosomen jedoch verdoppelt, ohne dass sich die Zelle teilt. Sie wird daher polyploid. So können reife Megakaryozyten, von denen sich Blutplättchen abschnüren, acht, 16 oder noch mehr Chromosomensätze enthalten. Menschen sind also ein Beispiel für diploide Lebewesen, bei denen einzelne Zelltypen polyploid sein können.
Es gibt jedoch auch vollständig polyploide Arten. Beispielsweise entstanden viele Kulturpflanzen durch eine Verdopplung oder weitere Erhöhung der Zahl der Chromosomensätze.
- ↑ Ulrich Welsch, Thomas Deller: Lehrbuch Histologie. 3. Auflage. Elsevier Urban & Fiscer, München 2010, ISBN 978-3-437-44431-9, S. 198.