Polysulfone
Polysulfone sind eine Klasse thermoplastischer Hochleistungskunststoffe. Sie sind bekannt für ihre Zähigkeit und Stabilität bei hohen Temperaturen. Technisch verwendete Polysulfone enthalten eine Aryl-SO2-Aryl-Untereinheit. Aufgrund hoher Material- und Verarbeitungskosten werden Polysulfone nur in speziellen Anwendungen benutzt, häufig als überlegene Alternative zu Polycarbonaten.
Drei Polysulfone finden technische Anwendung, dies sind Polysulfon (PSU), Polyethersulfon (PES) und Polyphenylensulfon (PPSU). Sie sind im Temperaturbereich von −100 °C bis +200 °C einsetzbar und werden für elektrische Geräte, im Fahrzeugbau und der Medizintechnik verwendet. Sie sind aufgebaut aus paraverknüpften Aromaten, Sulfon- und Ethergruppen und teils auch Alkylgruppen.
Polysulfone verfügen über herausragende Wärme- und Oxidationsbeständigkeit, hydrolysebeständig gegen wässrige und alkalische Medien und gute elektrische Eigenschaften.
- ↑ Wolfgang Kaiser: Kunststoffchemie für Ingenieure: Von der Synthese bis zur Anwendung. 2. Auflage. Carl Hanser, 2007, ISBN 978-3-446-41325-2, S. 461.
- ↑ R. Becker, Ludwig Bottenbruch, Rudolf Binsack, Gerhard W. Becker, Dietrich Braun: Hochleistungskunststoffe. Polyarylate, Thermotrope, Polyester, Polyimide, Polyetherimide, Polyamidimide, Polyarylensulfide, Polysulfone, Polyetheretherketone. Kunststoff-Handbuch Band 3/3: Technische Thermoplaste. Hrsg.: Gerhard W. Becker, Dietrich Braun, Ludwig Bottenbruch. Band 3/3. Hanser, München [u. a.] 1994, ISBN 3-446-16370-0, S. 140 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Johannes Karl Fink: High Performance Polymers (= Industrial polymer technology and applications). Andrew, Norwich NY 2008, ISBN 978-0-8155-1580-7, S. 453–481 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).