Polytypie

Polytypie ist ein Begriff aus der Kristallographie und bezeichnet das Phänomen, dass ein Element oder eine Verbindung in mehreren verschiedenen Strukturmodifikationen vorkommt, die durch Stapelung von schichtförmigen Baueinheiten mit (nahezu) identischer Struktur und Zusammensetzung aufgebaut werden. Eine solche Strukturmodifikation bezeichnet man als Polytyp und diese unterscheidet sich von anderen Polytypen der gleichen Verbindung nur in der Stapelreihenfolge der Baueinheiten. Sie erhalten keine eigenen Mineralnamen. Alte, etablierte Namen für Polytype sind aber weiterhin gültig.

Den Begriff Polytypie führte Heinrich Adolph Baumhauer im Jahr 1915 ein.