Post-exertionelle Malaise

Post-exertionelle Malaise oder Post-Exertional Malaise (von englisch post ‚nach‘, exertion ‚Anstrengung‘, malaise ‚Krankheitsgefühl‘), kurz PEM, bezeichnet in der Medizin eine erhebliche und im Verhältnis zur vorangegangenen Belastung unverhältnismäßige Zustandsverschlechterung. Diese ist durch eine Verstärkung von Symptomen oder das Auftreten neuer Symptome gekennzeichnet. Die PEM wird durch körperliche, geistige oder emotionale Belastung sowie durch Überreizung ausgelöst und setzt häufig um Stunden oder Tage zeitverzögert ein. Ihr liegt eine gestörte biologische Reaktion des Körpers auf Belastung zugrunde.

PEM ist das Leitsymptom der Myalgischen Enzephalomyelitis/des Chronischen Fatigue-Syndroms (ME/CFS) und tritt oft bei Long COVID bzw. dem Post-COVID-Syndrom auf. Eine PEM kann Stunden bis Monate dauern oder den Zustand auf Dauer verschlechtern. Eine Therapie gibt es nicht. Teil der Symptombewältigung ist es, durch individuelles Energiemanagement (Pacing) eine PEM zu vermeiden.

PEM ist nicht zu verwechseln mit Fatigue, einer ausgeprägten Entkräftung, die bei vielen chronischen Erkrankungen auftritt.