Prüfungsangst

Die Prüfungsangst (englisch test anxiety) ist eine Angst vor der Bewertung der eigenen Leistung durch eine andere Person, die in oder vor Prüfungssituationen auftritt. Eine leichte bis mittlere Anspannung vor Prüfungen zu empfinden, ist für die meisten Menschen normal und kann die Konzentration und Leistungsfähigkeit in einer Prüfung sogar erhöhen. Eine übermäßig starke Prüfungsangst kann allerdings auch pathologisch sein und eine erhebliche Belastung für betroffene Personen bedeuten. Betroffene empfinden intensive und anhaltenden Anspannung und Nervosität im Bezug auf die Prüfung. Das kann in der Prüfung zu einer reduzierten Leistungsfähigkeit führen.

Sehr intensive und immer wieder auftretende Angst vor Prüfungen kann laut DSM-5 als Sonderform der sozialen Phobie eingestuft werden. Nach ICD-10 oder ICD-11 lässt sich eine starke Prüfungsangst ebenfalls als soziale Phobie oder als spezifische Phobie klassifizieren.

Prüfungsängste kennzeichnen sich sowohl durch körperliche als auch durch kognitive Symptome. Physiologische Veränderungen sind auf eine erhöhte sympathische Aktivierung zurückzuführen. Dadurch kommt es zum Beispiel zu einer erhöhten Herzfrequenz, Schweißausbrüchen, schnellen Atmung und starkem Herzklopfen. Weitere körperliche Symptome können zum Beispiel Übelkeit, Mundtrockenheit, Zittern, Atemnot oder Beklemmungsgefühle in der Brust sein. Kognitive Symptome umfassen zum Beispiel Gedächtnisprobleme und Konzentrationsprobleme. Außerdem gehen mit Prüfungsängsten häufig ein negatives Selbstbild und negatives subjektives Wohlbefinden einher.

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