Prasat Preah Vihear
| Prasat Preah Vihear | |
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| UNESCO-Welterbe | |
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| Vertragsstaat(en): | Kambodscha |
| Typ: | Kultur |
| Kriterien: | i |
| Fläche: | 154,7 ha |
| Pufferzone: | 2.642,5 ha |
| Referenz-Nr.: | 1224 |
| UNESCO-Region: | Asien und Pazifik |
| Geschichte der Einschreibung | |
| Einschreibung: | 2008 (Sitzung 32) |
Prasat Preah Vihear (Khmer ប្រាសាទព្រះវិហារ, thailändisch ปราสาทพระวิหาร, RTGS: Prasat Phra Wihan) ist ein Hindutempel der Khmer aus dem 10. bis 12. Jahrhundert. Er steht auf dem 525 Meter hohen Felshügel Pey Tadi in den Dongrek-Bergen, deren Wasserscheide die Grenze zwischen der thailändischen Provinz Si Sa Ket und der kambodschanischen Provinz Preah Vihear bildet. Seit Jahrzehnten steht die Anlage im Mittelpunkt eines teilweise gewaltsamen Grenzkonfliktes. Im Jahre 2008 wurde der Tempel als Weltkulturerbe der UNESCO eingetragen.
Der Preah Vihear wird von thailändischer Seite Prasat Phra Wihan (ปราสาทพระวิหาร) oder Prasat Khao Phra Wihan (ปราสาทเขาพระวิหาร) genannt. Dabei hat Prasat in Khmer und Thai die gleiche Bedeutung („Burg“ oder „Tempel“), Khao ist das Thai-Wort für „Hügel“ oder „Berg“ (in Khmer: „Phnom“). Die Worte „Phra“ (พระ) und „Preah“ bedeuten beide „heilig“; „Wihan“ (วิหาร) bzw. „Vihear“ bezeichnen beide ein buddhistisches Klostergebäude. Beide Versionen des Namens tragen eine hohe politische und nationale Bedeutung (siehe unten unter Grenzstreitigkeiten).
Der Tempel gibt der kambodschanischen Provinz Preah Vihear ihren Namen. Auf der thailändischen Seite schließt sich der Nationalpark Khao Phra Wihan in der Provinz Si Sa Ket an, durch den der Tempel am einfachsten erreichbar ist. Der Tempel bietet einen spektakulären Ausblick über die Ebene nach Süden. Er war ein Schlüsselbauwerk des Khmer-Königreiches und wurde von vielen Königen gefördert und erweitert. So trägt er Merkmale verschiedener architektonischer Stile. Preah Vihear ist unter den Khmer-Tempeln ungewöhnlich, da er entlang einer Nord-Süd-Achse erbaut ist, im Gegensatz zum gewöhnlichen rechteckigen Bauplan mit einer Orientierung nach Osten. Ein 800 Meter langer Aufstieg endet bei einem Heiligtum über einem 80 Meter hohen Steilhang. Das Tempelgebiet nutzt die topographischen Gegebenheiten: stufenweise steigt der natürliche „Tempelberg“ an. Über Treppen, durch Gopuram, auf von Stelen und Höfen gesäumten Straßen gelangt man zu der Plattform, auf der das Heiligtum steht. Es ist von einer rechteckigen, nach innen offenen Galerie umgeben und wird rechts und links von zwei alleinstehenden Gebäuden flankiert.