Primärenergieverbrauch

Primärenergieverbrauch (PEV) bezeichnet den Verbrauch an Primärenergie. Gemessen wird also der Energiegehalt bzw. der Heizwert der ursprünglich eingeführten oder geförderten Energieträger. Der Primärenergieverbrauch ist somit der gesamte Energieverbrauch inklusive Verbrauch bzw. Verlust für Wandlung, z. B. von Gas in Strom oder von Öl in Benzin, und für Transport. Er wird im Allgemeinen für eine Volkswirtschaft betrachtet und berücksichtigt somit die Wandlungs- und Transportverluste innerhalb dieser Volkswirtschaft.

Da ein solcher „ursprünglicher Energiegehalt“ bei der Strom- und Wärmeerzeugung aus Kernenergie, Müll oder Erneuerbaren Energien nicht zur Verfügung steht, gibt es in diesem Fall unterschiedliche Konventionen zur Rückrechnung der Primärenergie aus der Endenergie des erzeugten Stroms (siehe unten).

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland hat seit den 1990er Jahren kontinuierlich abgenommen und lag 2022 bei 11,7 EJ (entspricht 3250 TWh). Die wichtigsten Energieträger im Primärenergieverbrauch sind Mineralöle (35 %) und Gase (23 %).

  1. Umrechnung von Joule auf Wattstunde mit dem Faktor1/3600 (siehe dort)
  1. AG Energiebilanzen e. V. | Auswertungstabellen. Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e. V., 1. März 2020, abgerufen am 11. August 2020.