Prinz von Piemont

Prinz von Piemont (italienisch Principe di Piemonte, wörtlich Fürst von Piemont) war ein Adelstitel des Hauses Savoyen. Er wurde dem jeweils ältesten Sohn des regierenden Herzogs von Savoyen, später des Königs von Sardinien und Italiens, verliehen.

Erstmals verliehen wurde der Titel von Amadeus VIII. 1434 seinem Sohn Ludwig, als er ihn als Regenten einsetzte und sich von der Herrschaft zurückzog. Seitdem wurde der Titel an den jeweiligen Kronprinzen verliehen.

Als dem Prinzen von Piemont Viktor Amadeus 1751 sein erster Sohn Karl Emanuel geboren wurde, gab er den Titel an diesen ab. Viktor Amadeus selbst erhielt von seinem Vater König Karl Emanuel III. den Titel Herzog von Savoyen.

Da die Söhne Viktor Amadeus‘ keine Erben hinterließen, fiel Sardinien-Piemont 1831 an Karl Albert von Savoyen, Fürst von Carignan, der seinem Sohn Viktor Emanuel ebenfalls den Titel Herzog von Savoyen verlieh.

Dieser verlieh als König von Italien seinem Enkel Viktor Emanuel, erster Sohn des Fürsten von Piemont Umberto, bei seiner Geburt 1868 den Titel Fürst von Neapel.

  1. Uebersetzung der Algemeinen Welthistorie. Gebauer, 1782, S. 595 (google.com [abgerufen am 15. Juli 2024]).
  2. Friedrich Wilhelm Schubert: Handbuch der allgemeinen Staatskunde von Europa: ¬Die Italienischen Staaten Neapel und Sicilien, Sardinien, der Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca und S. Marino. Bornträger, 1839, S. 328 (google.com [abgerufen am 19. Juli 2024]).
  3. Paul David Fischer: Italien und die Italiener: Betrachtungen und Studien über die politischen, wirthschaftlichen und sozialen Zustände Italiens. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-94361-4, S. 51 (google.com [abgerufen am 19. Juli 2024]).