Proskomidie

Als Proskomidie bezeichnet man in den orthodoxen Kirchen Vorbereitungshandlungen, die vor dem eigentlichen Gemeindegottesdienst (der Eucharistiefeier in der Form der Göttlichen Liturgie) stattfinden, vergleichbar der Gabenbereitung in der Westkirche. Symbolisch nimmt die Proskomidie auf die Menschwerdung Jesu Christi Bezug, seine Geburt, in die aber sein Tod bereits einbezogen war. Es gibt also sowohl eine Inkarnations- als auch Passionssymbolik.

  1. Cipria-Ioan Streza: Liturgie, Gottesdienst, Liedgut. In: Ioan Vasile Leb, Konstantin Nikolakopoulos, Ilie Ursa (Hrsg.): Die orthodoxe Kirche in der Selbstdarstellung. Ein Kompendium. LIT Verlag, Berlin 2016. S. 139–158, hier S. 146.